
Geamantie können wir als Wissenschaft der Raumqualitäten bezeichnen, welche Einfluss auf Mensch, Tier, Pflanze aber auch Kultur, Gesellschaft, Kunst, Inspiration... ausüben.
Geamantie stammt vom griechischen Geos = Gaia = die Erde als Wesen, Persönlichkeit und von Mantein= deuten, wahrnehmen = kontemplativer Zustand, in dem wir etwas wahrnehmen, ab. Wörtlich übersetzt bedeutet Geamantie also die Erde in ihrer Wesenhaftigkeit wahrnehmen und deuten.
Landschaften und Räume haben also sowohl eine äußere Struktur und Bedeutung , als auch eine innere, subtile, verborgene, nicht sichtbare.
Die Negierung der subtilen Strukturen und Qualitäten eines Raumes führt zu unserem heutigen unharmonischen Umgang mit der Erde. Wir Menschen von heute glauben, uns über die Natur und ihre gesetzmäßigen Zusammenhänge stellen zu können. Wir meinen, alles machen zu dürfen ohne Konsequenzen zu erleben.
Alle alten Kulturen hatten aber ein Wissen darüber, dass ihr Wohlbefinden, Reichtum, ihre Gesundheit und ihr Erfolg zusammenhing mit der Achtung der sichtbaren und unsichtbaren Raumqualitäten. Sie beschäftigten Kundige, um entsprechend dem inneren Kräftegewebe einer Landschaft verschiedene Bauten wie Straßen, Tempel und Kirchanlagen, Burgen und Städte ... anzulegen. (z. B. Auguren der RömerInnen, DruidInnen der KeltInnen, Bauhüttenwissen der mittelalterlichen Architekten...)
Allen Menschen ist die Fähigkeit zu eigen, die Charakteristik von Orten , Räumen...zu spüren. Wenn wir an einer Stelle etwas wahrnehmen können, dann deshalb, weil die Erde sich uns symbolhaft zeigt, wer sie ist. Sie wendet sich uns zu. Wir nehmen auch deshalb wahr, weil wir uns , meist unbewusst, der Natur zuwenden. Diese gegenseitige Hinwendung heißt Kommunikation.